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Mitarbeiterbetrug

Ladendiebe klauen am liebsten Dessous

Im Bekleidungshandel stehlen Kunden besonders gern Unterwäsche und Dessous

Nach Angaben des Handels haben unehrliche Kunden zuletzt einen jährlichen Schaden von rund zwei Milliarden Euro zulasten der Unternehmen verursacht. Im Schnitt – rein statistisch – kommen auf jeden der 40 Millionen Haushalte in Deutschland im Jahr 2008 gestohlene Waren im Wert von 50 Euro. Dies hat das EHI Retail Institute in Köln für die Studie „Inventurdifferenzen 2009“ ausgerechnet.

Die Handelsforscher, bezahlt von 500 Unternehmen aus der Branche, haben nach eigenen Angaben 78 Einzelhändler mit zusammen rund 12.500 Verkaufsstellen befragt. Ermittelt worden sind die Daten zum Ladendiebstahl anhand der Inventur in den Geschäften. Dabei wird im Prinzip die Zahl der vorhandenen Artikel mit den Sollbeständen – zum Beispiel anhand der Bestellungen – verglichen. Sind weniger Waren vorhanden, als es eigentlich sein müssten, liegt der Verdacht eines Diebstahls nahe.

Was Ladendiebe am liebsten klauen
Die Verursacher dieser Inventurdifferenzen können laut der Studie nur annähernd bestimmt werden. Nach Einschätzung der befragten Handelsexperten entfielen im Durchschnitt aller Branchen 53 Prozent auf Kundendiebstähle, während man den eigenen Mitarbeitern nur 23 Prozent anlaste, heißt es beim EHI.

In Euro ausgedrückt: Waren im Wert von zwei Milliarden, gerechnet nach Verkaufspreisen (mit Mehrwertsteuer) ließen Kunden mitgehen; für 900 Millionen Euro klauten die Beschäftigten nach Firmenangaben.

Der Rest entfällt auf Lieferanten, Servicekräfte und organisatorische Fehler, wie eine Sprecherin des Instituts berichtete. Die gesamten Differenzen summierten sich auf fast 3,9 Milliarden Euro oder knapp ein Prozent des Bruttoumsatzes.

Zu den am häufigsten geklauten Artikeln gehörten – im Lebensmitteleinzelhandel – kleine teure Waren wie Rasierklingen, Batterien, Tabakwaren, und solche, „deren Kauf peinlich sein könnte“, wie Kondome. Auch auf teuren Alkohol und Kosmetika hätten es die Diebe vor allem abgesehen. In den Modeläden stecken Kunden demnach öfter einmal Dessous ein, ohne zu bezahlen.

Generell gelte, was sich gut verkaufe, werde auch oft und gerne geklaut, heißt es in der Studie. Oft zählen demnach kleine, relativ teure Artikel, die sich leicht in der Kleidung oder in „mitgebrachten Behältnissen“ verstecken ließen.

Die Firmen erblicken in den Diebstählen ein gleichbleibend großes Problem, nicht zuletzt deshalb, weil durch die elektronische Erfassung der Waren die organisatorischen Differenzen in den vergangenen Jahren verringert worden seien. Für das Jahr 2009 gehen die befragten Handelsexperten sogar davon aus, dass allein die Kriminalität unter Kunden um durchschnittlich sechs Prozent zunimmt – „als Auswirkung der Wirtschaftskrise“, wie die EHI- Sprecherin voraussagt.

Die amtliche Kriminalitätsstatistik (PDF) ergibt ein anderes Bild. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums gingen die Ladendiebstähle im Jahr 2008 um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück: auf rund 396.000 erfasste Fälle. Knapp 93 Prozent der Täter konnten demnach überführt werden.

Angesichts der eigenen Befürchtungen rät das EHI den Mitgliedsunternehmen dazu, trotz kritischer Medienberichte weiter auf Überwachung und Kontrollen zu setzen. Der Großteil der befragten Händler greift der Studie zufolge heute schon auf Kameraeinsätze, darunter auch die verdeckte Videoüberwachung, zurück.

Allein im Lebensmittelhandel nutzen laut der Studie 67 Prozent der Unternehmen Kameras verdeckt, genau so häufig sind Video-Detektive unterwegs.

Für solche und andere Maßnahmen zur Abnahme der Inventurdifferenzen gaben die Unternehmen laut EHI 2008 rund 1,1 Milliarden Euro aus.

Tabelle: Wie der Einzelhandel Kunden und Mitarbeiter überwacht
Sicherheitsmaßnahme gegen Inventurdifferenzen
Mitarbeiterschulung 89%
Datenauswertung Warenwirtschaft 79%
Offene Kameraüberwachung 76%
Testkäufe 66%
Kassendatenauswertung 64%
Artikelsicherung 60%
Verdeckte Kameraüberwachung 49%
Detektive ohne Kameraeinsatz 49%
Detektive mit Kameraeinsatz 46%


Anmerkung von videosystem.de
Verdeckte Kameraüberwachung oder ein Detektiveinsatz mit und ohne Kameras verursacht nur zusätzliche Kosten und meistens Ärger wie im Fall Lidl, ohne dass ein erzieherischer Wert damit verbunden ist.Was hilft eine verdeckte Kamera, wenn weiterhin geklaut wir. Ladendiebe werden nie erwischt, wenn sie der örtlichen Polizei nicht bekannt sind. Es gibt noch keine Datenbank für Ladendiebe in Deutschland.(Datenschutz lässt grüßen)

Ein offene präventive Videoüberwachung erspart in den meisten Fällen das Hinterherspionieren, das zudem noch zeitaufwändig ist. Die offen gezeigte Videokamera zeigt Präsenz und schreckt sowohl Ladendiebe, wie auch Mitarbeiter ab, einen Diebstahl zu begehen. Auffällige Personen können direkt am Monitor in allen Räumen z.B von der zweiten Verkäuferin optimal beobachtet und sofort überführt werden.


siehe auch die automatische Detektivsoftware: www.kassko.de

geschrieben am 19.06.2009 um 17:55 Uhr.


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